Wuerfel #25 | 12.03.20
Dominik Vogel – Oasis
Dies ist die erste von zwei EP‘s, die wir von Dominik Vogel veröffentlichen dürfen. Wie so viele großartige Künstler macht auch Dominik nicht viel Aufhebens um die Entstehungsgeschichte seiner Tracks: „In einer Nacht in einem Durchgang mit meinem Modularsystem entstanden, aufgenommen und so nicht mehr zu reproduzieren.“
So charmant dieses Understatement auch sein mag, es wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Wie viele Jahre an Studium seiner Module waren nötig, um in einer Nacht gleich drei solche Tracks aufzunehmen? Wie viele Live-Auftritte hat Dominik absolviert, um ein so wunderbares Gefühl für die Spannungsbögen im Arrangement zu entwickeln? Wie viele Mühen und gescheiterte Anläufe hat es davor gebraucht, bis sich alles so wunderbar in einer Nacht so zusammen gefügt hat? Und wie können die Tracks so lässig dahin geworfen daherkommen ohne auch nur eine Sekunde beliebig zu klingen?
Zu allem Überfluß gibt es zu dem Track „Mirage“ auch noch ein Video (auf Youtube), dass uns zeigt, wie das Stück entstanden ist. Wie bei einem Zauberer, können wir Dominik die ganze Zeit auf die Hände gucken, wie er an Knöpfen dreht und Tasten drückt. Und er lässt uns glauben, wir könnten verstehen, was da passiert. Bis er am Ende auf Stop drückt und wir merken, dass wir keine Erklärung haben für das, was wir da gesehen und gehört haben. Außer dass wir teilhaben durften an der Magie einer Nacht, in der einfach alles gepasst hat.







